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„Was ihr wollt schon wieder nach Afrika fahren? Da gibt es doch Ebola!“ Das hören wir immer wieder, bevor wir losfahren. Und tatsächlich – in Afrika gibt es Ebola! Von Sambia ungefähr genauso weit entfernt wie von Düsseldorf. Auch Malaria gibt es, Minen in Mosambique, Bilharziose im Malawisee u.s.w. Da kann man sich schnell verrückt machen. Aber um es vorweg zu nehmen, wir sind wieder gesund und munter zu Hause angekommen.

Wir starten in Livingstone. Nach ein wenig Schrauberei, springen die Mopeds beide an und es geht direkt los. Sofort ist klar, dass Europa ganz weit entfernt ist.

Elefanten haben immer Vorfahrt. Egal ob Fußgänger, Motorrad oder Auto. Das funktioniert hier ganz automatisch.

Wir zelten irgendwo an der sambischen Grenze im Busch. Alles ist knochentrocken, denn es hat seit fünf Monaten nicht mehr geregnet. Das Gestrüpp ist so dicht, dass wir am Abend zuvor kaum mit dem Motorrad durchkommen. Trotzdem wachen wir morgens von einem lauten Tööröööööö im Zelt auf. Vorsichtig öffne ich den Reißverschluss des Zeltes ein kleines Stück. In fünf Metern Entfernung rupft eine achtköpfige Elefantengruppe am Gebüsch herum. Elefanten bewegen sich sehr vorsichtig, nahezu geräuschlos. Ganz langsam setzen sie ein Bein vor das andere. Wir hören sie eigentlich nur wenn sie wieder etwas mit ihrem Rüssel vom Busch abknicken. Der Große ist locker drei Meter hoch und guckt andauernd zu uns herüber. Im Zelt liegend ist das so als würde ich vor ein Haus gucken. Es dauert ein wenig aber dann ziehen sie in aller Seelenruhe weiter. Wir stehen auf und frühstücken erstmal. Wach sind wir jetzt ja.

Sambia, Zimbabwe, Mosambique und Malawi. In diesen Ländern muss man nicht in einen Nationalpark fahren um wilden Tieren zu begegnen. Krokodile, Nilpferde, Griraffen und Elefanten sehen wir immer wieder unterwegs. Direkt am Stadtrand von Livingstone „wohnt“ eine Nashornfamilie. Wir können bis auf wenige Meter zu ihnen laufen. Die Gruppe wird wegen des für Wilderer wertvollen Horns rund um die Uhr von einem Ranger bewacht. Er erzählt uns, dass Chinesen über 50 Tausend Euro für ein Horn zahlen würden. Viel Geld für einen Afrikaner.

Mindestens genauso faszinierend wie die Tiere Afrikas sind die Menschen denen wir begegnen. Genauso wie die Afrikaner holen wir jeden Tag unser Wasser an einer Pumpe. Die Frauen müssen das Wasser dann oft über weite Distanzen zur eigenen Hütte tragen. Trotz der harten Arbeit wird hier viel erzählt und gelacht.

Da wir die asphaltierten Hauptrouten meiden, sind wir oft mehrere hundert Kilometer auf Pisten unterwegs. Das dauert natürlich viel länger, hat aber auch zur Folge, dass wir so gut wie gar keine Touristen treffen. So sind wir meistens in unberührten ursprünglichen Gegenden unterwegs.

Wo immer wir anhalten sind wir herzlich willkommen. Das Zelt aufzustellen um zu übernachten ist nie ein Problem. Oft sitzen wir staunend in den Dörfern und immer wieder stellen wir uns die Frage: Wie bewältigen die Menschen ihren Alltag? Der Eine hat ein paar Rinder, der Andere sucht Gold, der Dritte baut etwas Gemüse an, der Vierte verkauft Kohle. Wasser kommt nicht aus der Leitung und wird genauso wie das Holz zum Kochen oft weite Wege auf dem Kopf getragen. Das machen in der Regel die Frauen. Gegessen wird das, was gerade da ist und das ist nicht viel. Meistens Nshima, gestampfter Mais, oft dreimal am Tag. Alle haben Zeit, richtig viel Zeit. Stress existiert schlichtweg nicht. Und irgendwie erscheint es uns so als wären die Bewohner in den Dörfen zufrieden. Trotzdem ein Leben das für uns völlig unvorstellbar ist.

Auf dem Rückweg verweilen wir noch ein paar Tage am Malawisee. Auch hier kann man sich unter die Leute mischen, ein wenig quatschen oder einfach nur zugucken.

Jeden Abend fällt die rote Sonne in den See und der Fischer bringt frisch gefangenen Fisch für unseren Grill vorbei. Afrika kann so schön sein… So geht unsere Reise dem Ende entgegen. Die Motorräder stellen wir ab – startklar für die nächste Runde.

 

 

 

Sahara Filmvorführung in Wuppertal

Wo: Mad Dog, Hahnenbergerstrasse 72, 42349 Wuppertal

Wann : 22.11.2013

Zeit: Einlass 19 Uhr

Eintritt: Frei / Spendenbox

Wir freuen uns wenn wir uns sehen.

 

 

Im März 2012 sind Anke und Georg gestartet. Über 20tkm liegen schon hinter Ihnen.

Hier könnt Ihr immer die aktuelle Reisepost der Beiden lesen und wunderschöne Bilder von unterwegs ansehen.

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Expedition Sahara – mit dem Motorrad durch das libysche Sandmeer

Im Herbst 2010 brechen die 2radkamele in die Sahara auf. Mit drei Enduros wollen sie die großen Dünenlandschaften Libyens durchqueren. Neben eindrucksvollen Landschaftsaufnahmen des Erg Ubari, Erg Murzuk und des Akakus-Gebirges geht der Film auf die Reise- und Motorradvorbereitungen, die Fahrtechnik im Tiefsand, die Navigation in Dünengebieten und das Verhalten im Pannenfall ein.
Eine Reise durch unbekanntes Terrain, bei der trotz aller Vorbereitung immer wieder Unvorhersehbares passiert.

Wann:  Sonntag, 22.4.2012

Zeit: 17.00 Uhr

Wo: Savoy Theater, Graf Adolfstr. 47, 40210 Düsseldorf

Eintritt: Erwachsene 8,- Euro, Kinder 4,-Euro

DVDs gibt es ab sofort auf unserer Seite.

Wir freuen uns auf Euch

 

Sambia “the real Africa”

Vor 5 Wochen sind wir an den Viktoriafaellen in Livingstone gestartet um bis zur Grenze des Kongos zum Lake Tanganyika zu fahren. 5000 km traumhaft schoenes, urspruengliches Afrika. Unglaublich tolle Menschen, sehr friedlich, hilfsbereit und mit einer Ausstrahlung die wir in Europa nur selten finden. Der Alltag der Sambianer ist hart. In der Sonne ist es tagsueber ueber 50 Grad heiss. Wasser kommt nicht aus der Leitung. Wenn es  gut laeuft gibt es eine Pumpe, etwas muehseliger wird es wenn Wasser aus dem  Brunnen mit einem Eimer einige Meter hochgekurbelt werden muss. Geht Beides nicht, wird das Wasser aus dem Fluss genommen. In allen Faellen muessen aber oft noch grosse Distanzen bis zur eigenen Huette zurueckgelegt werden. So laufen immer wieder Frauen mit riesigen Eimern oder Kanistern auf dem Kopf am Rand der staubigen Piste entlang. Auf dem Ruecken gucken aus einem bunten umgewickeltem Tuch oft noch zwei Babyfuesse heraus. Warum diese Frauen singen, winken und lachen wenn zwei bunte astronauten aehnliche Typen auf Ihren  Mopeds vorbeirollen weiss ich auch nicht. Fast ueberall, auch in den kleinsten Doerfern sprechen die Sambianer englisch. So ist die Kommunikation nie ein Problem. In den Doerfern gibt es teilweise kein Gemuese, keine Tomaten, keine Zwiebeln, es ist einfach zu heiss gegen Ende der Trockenzeit. Die Baeume haengen voller Mangos die langsam reif werden. So gibt es wenigstens Mais und Mangos. Morgens, Mittags und Abends. In Gespraechen ueber den anstrengenden Alltag sagen Sie meistens: “we are used to it”.

Unser erstes Ziel ist der Kasanka Nationalpark. Da wir mit dem Motorrad in den Park wollen, fahren wir nicht zum Maingate, sondern nehmen kleine Pisten, die von der Rueckseite in den Park fuehren. Hier ist alles unbefahren und zugewachsen. Ein paar Mal fahren wir durch Fluesse oder ueber kleine Bruecken aus Baumstaemmen. Nach einiger Zeit kommen wir an einer Lodge an und stehen direkt vor dem General Park Manager. Dieser wundert sich wie wir von der Rueckseite zu Ihm kommen konnten, da er diesen Weg noch nie gefahren war. Mit den Mopeds ist es nun aber auch kein Problem mehr. Abends fahren wir dann, jedoch mit einem Auto, zu einer Stelle an denen puenktlich um 18 Uhr tausende Flughunde in die Luft fliegen sollen. Mit einer Viertel Stunde Verspaetung starten dann tatsaechlich ueber 200.000 dieser fledermausartigen Tiere gleichzeitig in den Abendhimmel.

Im Norden Sambias gibt es ueber 100 Wasserfaelle die nur ueber kleine Pisten zu erreichen sind. Traumhaft schoene Plaetze an denen wir immer alleine sind. Am Lake Tanganyika, zelten wir in einer chicken Lodge, die von einem weissen Sambianer gefuehrt wird, direkt am See. Die Lodge ist auch wieder nur ueber mehrere hundert Kilometer Piste zu erreichen. Egal ob Tauchen, Wakeboard fahren oder eiskaltes Bier, hier funktioniert wieder alles. So machen wir erst mal 2 Tage Urlaub. Wieder sind wir die einzigen Gaeste. Touristen sehen wir in Sambia eigentlich nur an den Viktoriafaellen und im South Luangwa Nationalpark.

Bisher haben wir vom Motorrad aus nur sehr selten wilde Tiere gesehen. Das liegt hauptsaechlich daran, das im gesamten Afrika, ausserhalb der Nationalparks die meisten Tiere durch Wilderer verschwunden sind. Da im Luangwa Park keine Motorraeder erlaubt sind , nehmen wir eine Piste,die direkt zwischen Nord und South Luangwa verlaeuft. Am Ende der Piste durchqueren wir den Luangwafluss um weiter entlang der Parkgrenze Richtung Sueden zu fahren. Auf der gesamten Strecke begegnen wir zahllosen Elefantengruppen, Giraffen, Antilopen, Hippos und Krokodilen. Vom Motorrad aus ist das ein ganz anderes Gefuehl als im Auto. Oft trennen uns nur wenige Meter, da wird ein ausgewachsener Elefant schnell so gross wie ein Einfamilienhaus. Wir zelten jetzt auch nicht mehr im Busch, sondern nur noch in Doerfern oder Camps. Trotzdem wachen wir Nachts vom schmatzen eines Hippos auf das ca. 1 Meter neben unserem Zelt Gras frisst. Die Afrikaner sagen wenn ein Hippo Nachts kommt: “Don’t worry, just keep on sleeping”. Das ist schwierig, funktioniert aber.

Jetzt sind wir schon wieder in Livingstone. Die Regenzeit faengt langsam an. Es schuettet dann kurz, ist aber immer noch sehr warm. Die Natur explodiert foermlich und alles wird gruen. Gestern waren wir noch am Zambesi zum Sonnenuntergang. Auf dem Rueckweg standen im Dunkeln auf der Piste wieder 2 grosse Elefanten vor uns. Kein Problem, kurz anhalten, Foto machen, vorbeigehen lassen und weiterfahren.
Bin mal gespannt wie es so ist wieder in Oberbilk unterwegs zu sein,

bis bald, Frank

Nachmittags in Livingstone auf dem Weg zur Bar

Nachmittags in Livingstone auf dem Weg zur Bar

Im Dezember zeigen wir “Artur entdeckt Afrika” in Köln bei Globetrotter

Globetrotter Zentrale Köln

Olivandenhof
Richmodstraße 10
50667 Köln

Datum 7.12.11

Zeit: Einlass 20.15 Uhr

Eintritt: 10 Euro

Wir freuen uns auf Euch

Es gibt gleich 2 Kino Termine an denen Laurens unsere Filme im Süden Deutschlands vorführt:

Wann: So.10.April.2011 um 17 / 19 Uhr

Wo: Filmclub Künzelsau / Prestige Filmtheater

Mühlgrabenweg 7
74653 Künzelsau

Te.: 07940-58262

Eintritt: 4,- Euro

Wann: Sa.9.April2011  18 / 20.30 Uhr

Wo: Kinoklappe Kirchberg

Untere Gasse 8

D-74592 Kirchberg/Jagst

Tel 0 79 54 / 92 55 66

Viel Spassssss !!!!!!!

Filmvorführungen im Dezember

Im Dezember 2010 gibt es direkt 3 Termine an denen wir etwas zu unseren Reisen erzählen und mit Euch unsere Filme gucken wollen.

1.

Filmabend: „Die Welt ist keine Gerade – Artur entdeckt Afrika“

Wann: Sonntag, 5. Dezember 2010

Um: 18.00 Uhr, Einlass 17.30 Uhr

Eintritt frei, Spenden gehen an das Sozialdorf Manas in Kirgistan (sozialdorf.org)

Wo: Weinerei Feser,  Heuweilerweg 11,  Freiburg / Wildtal

Filmanküdigung von Heiko / Weinerei Feser  (Danke, das ist die Schönste die wir je hatten)

Nie werde ich die vernichtenden Blicke so mancher hochsensibilisierten Mutter vergessen, wenn ich früher meine Kinder auf dem Motorrad vom Kindergarten abholte oder sie zu ihren Freunden fuhr. Wie gerne würde ich sie zwingen sich diesen Film anzuschauen! Was für ein glorreiches Zeugnis väterlicher Pädagogik. Artur, der aufgeweckte, achtjährige Hauptdarsteller des Films, reist mit seinem Vater auf dem Motorrad 7000 km quer durch den afrikanischen Kontinent. Dabei lernt er u.a. typisch männlich-rhetorische Stilmittel und Problemlösungsansätze kennen, die z.B. die Effizienz väterlichen Handelns unterstreichen, und die er treffend kommentiert: „Witzig find ich immer, wie mein Papa sich aufregt. Der ruft dann einmal `Scheiße`, und dann gibt er Gas und fährt raus aus dem Schlamasel, den er angerichtet hat.“ Arturs Weltgewandtheit und philosophisch anmutenden Erkenntnisse, die er auf diesem Abenteuer gewinnt, sind ein atemberaubendes Denkmal kindlicher Scharfsinnigkeit. Eine wahrhaft spannende und kurzweilige Kombination aus Road-Movie und Reisedokumentation, die uns wie schon einmal in der Weinerei („Der Weg als Ziel“ am 15.01.2010) von Laurens Krämer, einer der drei Motorradfahrer dieser Reise, präsentiert wird. Mehr Infos und einen Trailer unter: www.2radkamele.de
Da im Heuweilerweg nur sehr begrenzte Parkplätze zur Verfügung stehen, möchte ich Sie bitten am Gasthaus Sonne (zwei min. zu Fuß) oder am Sportplatz (10 min. zu Fuß) zu parken.

2.

Filmabend: „Die Welt ist keine Gerade – Artur entdeckt Afrika“

Wann: Samstag, 11. Dezember 2010

Um: 19.30 Uhr

Eintritt: 8,- Euro

Wo: Cafe Steinbruch, Lotharstrasse 318, 47057 Duisburg

3.

Filmabend: „Die Welt ist keine Gerade – Artur entdeckt Afrika“

Wann: Freitag, 17. Dezember 2010

Um: 20.00 Uhr

Eintritt: 10,- Euro (wird beim Kauf von Touratech Produkten als Gutschrift verrechnet)

Wo: Touratech West, Neuenhofstrasse 160, 52 78 Aachen



2radkamele in der Sahara

Ab dem 8.10.2010 sind wir für 4 Wochen in der Sahara unterwegs.

DVD Bestellungen werden natürlich entgegen genommen, verschickt werden Sie aber erst Anfang November.

Bis dahin,  auch hier viel Sonne und bis bald, Frank.

Zur Zeit produzieren wir zusammen mit den Bildversorgern eine Afrika Reise Spezial Sendung für Sport1 (früher DSF). Die Sendung dauert 30 Minuten und läuft am 5.9.2010 um 16.15 Uhr im Rahmen des Bike Motorradmagazins.

Es gibt Tips für die Afrika Vorbereitung der Enduros. Einiges  zum Thema Reisen mit Kind und natürlich viele Afrika Geschichten und traumhafte Aufnahmen von unterwegs.

Wer Lust hat guckt mal rein, bis dahin, Frank

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